top of page

Die Kleine Träne ist unterwegs. Ein Rückblick auf ein Jahr Lesungen.

Die Kleine Träne geht auf Reisen
Die Kleine Träne geht auf Reisen

Es gab das Buch noch gar nicht.

Nur ein Skript. Illustrationen in meiner Hand. Und Menschen, die bereit waren, zuzuhören.

So begann es.


Hamburg Altona, Juni 2025



Evangl.-Luther. Trinitatis Kirche Hamburg Altona
Evangl.-Luther. Trinitatis Kirche Hamburg Altona

Am 14. und 15. Juni 2025 fanden die ersten beiden Lesungen statt — in der Evangelisch-Lutherischen Kirche St. Trinitatis Altona. Einmal in der neu eröffneten Kita, einmal in der Kirche selbst, zusammen mit Pastor Torsten Morche.


Ich bin dankbar, dass diese Gemeinde der Kleinen Träne von Anfang an Vertrauen geschenkt hat. Noch bevor es ein Buch gab.


Das E-Book erschien erst drei Wochen später. Was in diesen Räumen geschah, war also noch etwas anderes: ein Anfang ohne Buch. Nur die Geschichte. Nur der Raum. Nur das, was entsteht, wenn jemand wirklich zuhört.

Die Kinder durften jederzeit aufstehen und mir über die Schulter ins Skript schauen.

Ein Mädchen, acht Jahre alt, hatte draußen mein Plakat gesehen. Ihr hatte es gefallen. Also kam sie rein.

Ich fragte nach ihren Eltern. Ihr Papa wolle nicht mitkommen, sagte sie. Aber sie darf zuhören. Und die Mama sei gerade sehr traurig — weil Opa gestorben ist. Deshalb will sie zuhören.

Sie wusste, was sie brauchte.

Das war der Auftakt.


Herbst 2025 — das Buch kommt in die Welt


Plakat Ankündigung
Plakat Ankündigung




Am 8. September erschien das Taschenbuch. Schwarz-weiße Illustrationen. Für alle, die lesen, schenken, behalten wollen. Und ein Hardcover mit farbigen Illustrationen — für die, die das Buch auch mit den Augen halten möchten.












Margot Mair-Golega und Nanni Denecke-Manthey
Margot Mair-Golega und Nanni Denecke-Manthey

Zwei Varianten. Eine Geschichte.


Die Buchpremiere folgte am 27. September 2025 — gemeinsam mit dem Tränenreich Potsdam und Nanni Denecke-Manthey, die ihren Trauerkompass präsentierte. Dass Nanni und das Tränenreich diesen Abend mit mir geteilt haben, bedeutet mir viel.





Der Raum war voll. Musik, Häppchen, Getränke. Familie, Freunde, ehemalige Kolleginnen und Kollegen — viele davon mit Trauer eigentlich nicht vertraut. Aber neugierig.


Das ist es, was mich trägt: Dass Menschen kommen, die eigentlich nicht wissen, warum sie kommen — und dann doch bleiben.


Trauer ist kein Randthema. Sie ist Mitte. Nur selten wird sie so behandelt.



Lichtenberg Allee-Center Pop-Up Store, November bis Dezember 2025


Pop-Up Store Lichtenberg - Allee Center vom 3.11.-13.12.2025
Pop-Up Store Lichtenberg - Allee Center vom 3.11.-13.12.2025





Ein Projekt der Berliner Lichtenberger Wirtschaftsförderung gab der Kleinen Träne sechs Wochen lang einen Platz im Allee-Center Lichtenberg. Pop-Up Store. Ausstellung. Buch, Kalender, Aufkleber. Und fast jede Woche eine Lesung.









Bei einer dieser Lesungen saß ein Mann am Tisch. Selbst Künstler. Selbst Autor. Er hörte zu.

Danach sagte er:

„Ich kann nicht weinen. Weinen geht bei mir erst, wenn ich ein paar Gläser Rotwein getrunken habe. Dann muss ich richtig heulen. Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht. Aber mit deinem Buch geht das vielleicht auch — weil die inneren Bilder so schön sind."


Ein Buch, das die Promille ersetzt.

Weil es die Erlaubnis gibt zu weinen.

Das ist eines der schönsten Feedbacks, das ich mir hätte wünschen können.



Mianto Bestattungen, Mai 2026







Am 30. Mai lud mich Mianto Bestattungen ein. Anna und Torsten Theiß haben einen Raum geschaffen, der selten ist: offen, liebevoll, einladend. Im Garten, unter einer Linde. Kuchen und Limo.

Menschen, die sie auf ihrem Weg begleiten — oder einfach offen sind für das Thema.






Ich beginne meine Lesungen inzwischen immer gleich: mit dem Unterschied zwischen Traurigkeit und Trauer. Mit Mythen ums Weinen. Mit der Frage, ob man das überhaupt darf.


Die Zuhörenden kennen fast immer einen Satz, den ich noch nicht kenne.


Manchmal lachen wir. Manchmal ist es sehr still.


Wenn ich von einem Absatz aufschaue, sehe ich oft geschlossene Augen.


An diesem Abend saß ein Ehepaar im Garten. Er, 90 Jahre. Sie, 85. Nach der Lesung schaute sie ihn an und sagte:

„Also — es ist okay, wenn ich manchmal weine."

Ein langes gemeinsames Leben. Und diese Frage war bis dahin offen geblieben.


Sie ist jetzt beantwortet.



Was bleibt


Die Kleine Träne reist weiter.

Zu Bestattungshäusern, Seelsorge-Einrichtungen, Hospizen, Palliativstationen. Zu Gedenkfeiern. Zu Projekten, die mutig genug sind, dem Thema Trauer wirklich Raum zu geben.


Denn das ist ihr Auftrag — und meiner.

Zeigen, dass Trauer keine Schwäche ist. Kein Randthema. Kein Grund zur Scham.

Sondern etwas zutiefst Menschliches. Das Zeit braucht. Raum braucht. Und manchmal ein Buch, das einem sagt: Du darfst.


Das Buch wird aktuell vom BVT für die Rubrik Jugend- und Erwachsenenliteratur rezensiert. Der BDB hat eine Rezension angekündigt. Im September 2026 erscheint eine Empfehlung im Magazin Abschied nehmen Potsdam — in der Sparte Neuerscheinungen Jugendbuch.



Die Kleine Träne — für dich oder jemanden, der sie braucht


Geschenkbox "Die Kleine Träne geht auf Reisen"
Geschenkbox "Die Kleine Träne geht auf Reisen"













Du möchtest eine Lesung? Oder du planst eine Veranstaltung und suchst jemanden, der das Thema Trauer professionell begleitet und hält? Ich reise gerne — im gesamten DACH-Raum. Melde dich: sternchen@mair-golega.de



Kommentare


FOLGE MIR AUF INSTAGRAM

  • Schwarz Instagram Icon
  • Facebook
  • LinkedIn

© 2025–2026 Margot Mair-Golega.

Texte, Illustrationen, Audio/Ton und Titel sind urheberrechtlich und titelschutzrechtlich geschützt.

bottom of page